Das Keramik-Symposium der AG Keramik e.V.

Unsere Jahrestagung mit dem Keramik-Symposium ist ein echtes Highlight im dentalen Veranstaltungskalender und richtet sich an Werkstoffexperten, Zahnärzte und Zahntechniker. Bereits mit der ersten Jahrestagung im Jahr 2000 hat sich dieses Symposium als herausragende Plattform für den Austausch von Praxis, Labor und Wissenschaft im Bereich der Dentalkeramiken fest etabliert. Jedes Jahr versammelt das Keramik-Symposium führende Köpfe aus Zahnheilkunde und Zahntechnik sowie junge Wissenschaftler auf ihrem Podium. Mit dem Symposium verbunden ist die jährliche Verleihung der Forschungs- und Videopreise der Arbeitsgemeinschaft Keramik in der Zahnheilkunde e.V.

Keramik-Symposium 2021 bringt Wissenschaft und Praxis zusammen

20. Keramik-Symposium online

Die AG Keramik freute sich über eine sehr erfolgreiche Jahrestagung mit rund 100 Teilnehmern und einem ausgesprochen positiven Feedback von „absolut praxisnah“ bis „hervorragendes Symposium“. Gesendet wurde am 4. Dezember 2021 live aus dem Studio der Ivoclar Vivadent GmbH in Ellwangen. Vom Podium in Ellwangen referierten und diskutierten Prof. Dr. Daniel Edelhoff und Dr. Bernd Reiss mit Forschungspreisträger Dr. Konstantin Scholz und Videopreisträger ZTM Otto Prandtner. Online zugeschaltet waren Prof. Dr. Florian Beuer, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Lohbauer sowie die Forschungs- und Videopreisträgerinnen ZÄ Christina Kühne, Dr. Katharina Kuhn, Dr. Maximiliane Schlenz, Dr. Christine Yazigi mit ihren jeweiligen Teams.

Wer am 4. Dezember nicht dabei sein konnte, kann die Aufzeichnung kostenlos
unter folgendem Link abrufen: https://vimeo.com/652964953/c274208d92

 

Keramiksymposium 2020

Behandlungsplanung am konkreten Fall

Die AG Keramik veranstaltete ihre 20. Jahrestagung im November per Live Übertragung aus der Digital Dental Academy in Berlin. Die Referenten diskutierten verschiedenste Optionen einer Patientenbehandlung und vermittelten wichtige Entscheidungswege für das keramische Konzept und seine Alternativen.

Entscheidungskaskade bei einer „Frontzahnversorgung“

Der AG Keramik Vorsitzende Dr. Bernd Reiss freute sich in seiner Begrüßungsrede zum Symposium über ein interessiertes Auditorium mit „sehr keramikambitionierten“ Teilnehmern an den Bildschirmen. Vom Podium der DDA aus referierten Professor Dr. Florian Beuer, Zahntechnikermeister Andreas Kunz, Zahnarzt Peter Neumann sowie Dr. Bernd Reiss. Getreu dem Ziel der AG Keramik, „die therapeutischen und technischen Möglichkeiten von Dentalkeramiken objektiv zu eruieren“ erörterte das Team an einer sequenzweise eingespielten Patienten-Behandlung viele Entscheidungsschritte hin zu einer fundierten Therapielösung. Am Tag zuvor hatte Professor Beuer den Patientenfall, eine Frontzahnversorgung mit vollkeramischer Restauration auf einem Implantat und einem avitalen natürlichen Zahn, durchgeführt und aufgezeichnet.

Alternativen und Varianten

Zunächst diskutierten die Referenten verschiedene Behandlungsoptionen, so zum Beispiel Extrusionstechniken als Alternative zur Extraktion nach einer tiefen palatinalen Fraktur. Mit Verweis auf den realen Fall, bei dem Zahn 11 bereits fehlte, erläuterte Peter Neumann die Vor- und Nachteile einer Maryland-Brücke. Professor Beuer hatte im Einklang mit dem Wunsch des Patienten entschieden, eine klassische zweizeitige Implantation mit simultaner lateraler Knochenaugmentation sowie eine Weichgewebeaugmentation zur Rekonstruktion des Volumens durchzuführen. Die Implantation erfolgte statisch navigiert mit einer präzisen Bohrschablone auf Grundlage der DVT-Daten mittels SMOP. Für den vorliegenden Fall bot die analoge Abformung mit individualisierten Abformpfosten und einer präzisen Übertragung des vorher mittels eines Provisoriums ausgeformten Emergenzprofils einen klinischen Vorteil. Vergleichsweise wurde jedoch auch die digitale Erfassung mit zwei Intraoralscannern (Primescan, Dentsply Sirona; Trios 4, 3shape) gezeigt.

Analog und digital im Vergleich

ZTM Andreas Kunz hatte den Patienten im Vorfeld einer ästhetischen Analyse unterzogen. Sein Ziel war es dann, das Weichgewebe und das Abutment aufeinander abzustimmen und das Emergenzprofil präzise auf die finale Situation zu übertragen. „Digital macht es bei mir nur Sinn,
wenn es schneller geht als analog“, betont Kunz. Nach diesem Prinzip hatte er das Abutment aus Zirkonoxid im CAD/CAM-Verfahren hergestellt, die Kronen aber in Wachs modelliert. Bei der Auswahl der Keramik orientierten sich Zahnarzt und Zahntechniker nicht zuletzt an der S3 Leitlinie, die für die Frontzahnkronen Lithiumdisilikat oder verblendete Zirkonoxidkronen empfiehlt. Beide Kronen sowie das Veneer für den retinierten Zahn 13 wurden aus Glaskeramik (IPS e.max, Ivoclar) gefertigt und adhäsiv eingesetzt.

AG Keramik: Wissen, was in der Praxis passiert

Dr. Bernd Reiss brachte am Ende der Veranstaltung den Anreiz für die Arbeit der AG Keramik auf den Punkt: „Bei jeder Behandlung gibt es so viele Entscheidungen zu treffen. Daher fragen wir bei der AG Keramik, was in der Praxis passiert und was wir für die Praktiker/innen tun können. Mit unserer Praxisbefragung sowie unserer Qualitätsstudie Ceramic Success Analysis (CSA) erhalten wir regelmäßig wertvolle Hinweise zur Verwendung der Materialien und Verfahren und können das auch an die Zahnärzte und Zahntechniker zurückspiegeln.“

Mehr Informationen zur Arbeit der AG Keramik finden Sie hier auf unserer Homrepage

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